Webseiten des Bezirks Südböhmen

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Bevölkerung, Wirtschaft

Der Bezirk Südböhmen weist die niedrigste Bevölkerungsdichte von allen Bezirken in der ganzen Tschechischen Republik auf. Am Ende des Jahres 2002 lebten hier mehr als 625 100 Einwohner, also 62 Einwohner auf 1 km2. Von seinen 7 Landkreisen hat die höchste Bevölkerungsdichte der Landkreis Budweis, in dem ungefähr ein Viertel der Bezirkseinwohner lebt. Das ist vor allem durch die Konzentration in der Bezirkshauptstadt Budweis mit knapp 96 000 Einwohnern gegeben.

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Weitere grosse Städte sind Tábor (36 500 Einwohner), Písek (29 800), Strakonice (23 500) und Jindřichův Hradec (22 800). In diesen 5 Städten lebt mehr als ein Drittel der südböhmischen Bevölkerung. Anderseits stellen die kleinsten Gemeinden bis 200 Einwohner 38,8 % aller Gemeinden dar, wobei hier nur 4,2 % der Südböhmen zu Hause sind. Die kleinste Gemeinde im Bezirk (auch in der ganzen Tschechischen Republik) ist die Gemeinde Vlkov im Landkreis Budweis mit 20 ständigen Einwohnern. Insgesamt gibt es im Bezirk gegenwärtig 623 selbstverwaltete Gemeinden mit fast 2 000 Ortschaften.

Die Bezirksbevölkerung hat entgegen dem Republikdurchschnitt eine ein wenig jüngere Altersstruktur (das durchschnittliche Alter beträgt 39,0 Jahre). Langfristig niedriger ist hier ebenfalls die Sterblichkeit (10,0 Tote auf 1000 Einwohner) und umgekehrt eine höhere Geburtenzahl (9,2 lebend geborener Kinder auf 1000 Einwohner). Von der demographischen Struktur des Bezirkes weichen deutlich die grenznahen Landkreise Český Krumlov und Prachatice ab, die eine wesentlich umfangreichere Nationalitätenstruktur aufweisen. Hier gibt es eine jüngere Altersstruktur, die höchsten Geburtenzahlen und eine relativ niedrige Sterblichkeit. In den letzten Jahren sinkt kontinuierlich die Einwohnerzahl in den Landkreisen Strakonice und Písek. Umgekehrt einen Anstieg verzeichnen langfristig nur die Landkreise České Budějovice und Český Krumlov.

Gemäß der letzten Ergebnisse der Volks-, Häuser- und Wohnungszählung vom 1. März 2001 erreichte der Anteil der Einwohner mit einem Hochschulabschluss von der gesamten Zahl der fünfzehnjährigen und älteren Personen 7,8 % (im Jahr 1991 waren es 6,3 %) und der Anteil der Personen mit Mittelschulabschluss (einschliesslich der höheren Fachschulbildung) 28,4 % (im Jahre 1991 waren es 23,2 %). Einen höheren Anteil der Personen mit Hochschulabschluss hat man in der Tschechischen Republik nur in der Hauptstadt Prag und in den Bezirken Südmähren und Olomouc. Einen höheren Anteil der Personen mit vollständiger Mittelschulausbildung werden dann nur in der Hauptstadt Prag und im Bezirk Hradec Králové verzeichnet. Als religiös bezeichneten sich 34,7 % Einwohner, was ein wenig über dem Republiksdurchschnitt liegt.

An der Schaffung des Bruttoinlandsproduktes in der Tschechischen Republik partipiziert der Bezirk nur mit 5,4 %, in der Pro-Kopf- Berechnung erreicht er jedoch 87,8 % des Republikdurchnittes und ist unter den Bezirken auf der vierten Position (nach der Hauptstadt Prag und den Bezirken Pilsen und Südmähren).

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In der Landwirtschaft überwiegt in der pflanzlichen Produktion der Anbau von Getreide, Öl- und Futterpflanzen, bedeutend ist auch die Produktion von Kartoffeln. In der Tierproduktion handelt es sich vor allem um die Vieh- und Schweinezucht. Die landwirtschaftliche Produktion Südböhmens bildet 11% der Produktion der ganzen Republik. Eine langjährige Tradition hat in Südböhmen die Teichwirtschaft. Die gesamte Fläche der Teiche beträgt ca. 25 000 ha. Die südböhmischen Teiche liefern die Hälfte der Fischproduktion der Tschechischen Republik, bedeutend ist auch der Anteil der Wassergeflügelzucht (insb. der Enten und Gänse).

Die Industrieproduktion ist vor allem im Ballungszentrum Budweis konzentriert, ein bedeutenderer Industrieanteil ist auch in den Landkreisen Tábor und Strakonice. In der Tschechischen Republik gehört jedoch der Bezirk nicht zu den wichtigsten Industriegebieten. Der Anteil an den Umsätzen der Industiebetriebe der Tschechischen Republik im Jahr 2001 betrug 5,1 %. Was die Industriezweige betrifft, überwiegt die Verarbeitungsindustrie, in ihrem Rahmen dann die Lebensmittel- und Getränkeproduktion, die Verkehrsmittel-, Maschinen- und Anlagenproduktion, Textil- und Bekleidungsproduktion. Die südböhmischen Bauunternehmen arbeiten insbesondere an Neubauten, Modernisierungen und Sanierungen im Bereich Südböhmen (an der Bauproduktion in der Tschechischen Republik partizipierten sie mit 4,4

Im statistischen Register der ökonomischen Subjekte waren am Ende des Jahres 2001 fast 136 000 Betriebe, Organisationen und Unternehmer registriert. Den grössten Teil bildeten die Unternehmer - natürliche Personen, die nicht im Handelsregister eingetragen sind (98 000 Subjekte) und selbstständig wirtschaftende Bauern (8 600 Subjekte). Investoren mit ihrem Sitz im Bezirk realisierten im Jahre 2002 Sach- und sonstige Investitionen im Wert von 13,6 Milliarden Kronen (3,5 % der Tschechischen Republik). Die bedeutendste Investitionsaktion ist der Aufbau des Atomkraftwerkes Temelín, zusammen mit den Begleitinvestitionen.

Eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung der Wirtschaft sind ebenfalls die Wohnmöglichkeiten. Nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 1. März 2001 waren im Bezirk fast 148 000 Häuser, davon 111500 Häuser dauerhaft bewohnt. Es wurden 279 900 Wohnungen festgestellt, davon 231 300 dauerhaft bewohnt. Aus der Totalsumme der dauerhaft bewohnten Wohnungen waren 40% im eigenen Haus, 25,3 % in den Miets-, 14,9 % Genossenschafts- und 8,6 % Eigentumswohnungen. In der ersten Hälfte der 90er Jahre kam es zu einer Dämpfung des Wohnungsbaus, in der zweiten Hälfte wurde die Situation ein wenig besser. Im Jahr 2002 wurden 1900 neue Wohnungen fertiggestellt, ausserdem wurden 188 Wohnungen modernisiert. Der Bezirk verzeichnet eine steigende Verkehrsintensität, vor allem die Intensität des Strassenverkehrs. Durch sein Territorium führen zwar keine Haupteisenbahnkorridore, trotzdem gibt es hier einige wichtige Knotenpunkte. Zu den Besonderheiten Südböhmens gehören die Reste der Pferdeeisenbahn (der ersten auf dem europäischen Kontinent), die einst die Stadt Budweis mit dem oberösterreichischen Linz verband. Wir finden hier auch die höchstgelegene Eisenbahnstation in der Tschechischen Republik (Kubova Huť) und auch die Schmalspurbahn von Jindřichův Hradec bis Obrataň. Das Strassennetz sorgt für gute Erreichbarkeit der Siedlungen, das Bezirksterritorium ist jedoch in der Gegenwart nicht an das republikweite Autobahnnetz angeschlossen. Die Postdienste leisten ca. 215 Postämter, das heißt, dass fast die Hälfe der Gemeinden ein eigenes Postamt hat.

Das Schulnetz bilden 360 Kindergärten, 249 Grundschulen, 24 Gymnasien, 58 Fachmittelschulen, 46 Fachberufsschulen, 14 höhere Fachschulen.

University building

Einen Hochschulabschluss kann man an einer der 6 Fakultäten erwerben. Die Südböhmische Universität hat 5 Fakultäten - die landwirtschaftliche Fakultät mit einer Zweigstelle für Wirtschaft und Technik des Fremdenverkehrs in Tábor, die pädagogische Fakultät, die Fakultät für Biologie, eine medizinisch-soziale Fakultät und die theologische Fakultät, alle mit Sitz in Budweis. In Jindřichův Hradec hat die Fakultät für Management der Ökonomischen Hochschule Prag ihren Sitz. An den Hochschulen im Bezirk studieren mehr als 6 400 Studenten. Die Gesundheitsfürsorge ist vor allem in den 10 Krankenhäusern mit 3 847 Betten konzentriert, weiter in 4 fachlichen Heilanstalten und 5 Anstalten für Langzeitkranke. Die ambulante Fürsorge wird von mehr als 400 Praxen von praktischen Ärzten für Erwachsene, fast 700 Praxen von Kinderärzten und 390 Praxen von Zahnärzten (einschliesslich der Außenstellen) gewährleistet. Die Anstalten der sozialen Fürsorge verfügen über 4 442 Plätze, vor allem für alte Mitbürger. Die Kultureinrichtungen konzentrieren sich überwiegend in den Städten, vor allem in den Landkreisstädten. Zu den bekanntesten Kultureinrichtungen gehört das Südböhmische Theater, Aleš´s Südböhmische Galerie, das Freilichttheater mit der drehbaren Zuschauertribüne in Český Krumlov und viele andere. Im Bezirk stehen 14 Theater, 65 Museen und Denkmäler, 56 ständige Kinos, 99 Galerien und Ausstellungräume, 688 öffentliche Bibliotheken und eine ganze Reihe weiterer Einrichtungen zur Verfügung. Eine sportliche Betätigung ist in 60 Sport- und Hallenstadien, 362 Turnhallen, auf mehr als 870 Sportplätzen möglich. Zur Verfügung stehen auch 13 Hallenbäder, 145 Freibäder, 20 Winterstadien (in Hallen oder draußen) und mehr als 350 weitere Sporteinrichtungen.

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